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Standardabweichung

Die Standardabweichung misst, wie stark ein Datensatz um seinen Mittelwert streut. Eine kleine Standardabweichung bedeutet eng beieinanderliegende Werte; eine große bedeutet gestreute Werte.

Für eine Grundgesamtheit von NN Werten x1,,xNx_1, \ldots, x_N mit Mittelwert μ\mu ist die Standardabweichung der Grundgesamtheit σ\sigma

σ=1Ni=1N(xiμ)2.\sigma = \sqrt{\frac{1}{N}\sum_{i=1}^{N}(x_i - \mu)^2}.

Für eine Stichprobe von nn Werten mit Stichprobenmittel xˉ\bar{x} teilt man durch n1n - 1 statt durch nn — die Bessel-Korrektur, ein erwartungstreuer Schätzer der Varianz der Grundgesamtheit.

Die Standardabweichung hat dieselbe Einheit wie die ursprünglichen Daten (anders als die Varianz, die in quadrierten Einheiten vorliegt) und ist daher direkt interpretierbar. Sie ist das natürliche "Lineal" der Normalverteilung: etwa 68 % der Werte liegen innerhalb einer Standardabweichung vom Mittelwert, 95 % innerhalb von zwei, 99,7 % innerhalb von drei.