calculus

Taylor-Reihe

Eine Taylor-Reihe nähert eine glatte Funktion als unendliches Polynom an, das aus ihren Ableitungen in einem einzelnen Punkt aufgebaut ist. Das Abbrechen liefert polynomiale Näherungen.

Die Taylor-Reihe einer Funktion ff um einen Punkt aa ist

f(x)=n=0f(n)(a)n!(xa)n=f(a)+f(a)(xa)+f(a)2!(xa)2+f(x) = \sum_{n=0}^\infty \frac{f^{(n)}(a)}{n!}(x - a)^n = f(a) + f'(a)(x-a) + \frac{f''(a)}{2!}(x-a)^2 + \cdots

Für a=0a = 0 wird die Reihe als Maclaurin-Reihe bezeichnet.

Bekannte Entwicklungen:

  • ex=xnn!e^x = \sum \frac{x^n}{n!}
  • sinx=(1)nx2n+1(2n+1)!\sin x = \sum \frac{(-1)^n x^{2n+1}}{(2n+1)!}
  • cosx=(1)nx2n(2n)!\cos x = \sum \frac{(-1)^n x^{2n}}{(2n)!}
  • 11x=xn\frac{1}{1-x} = \sum x^n (für x<1|x| < 1).

Bricht man die Reihe beim Grad nn ab, erhält man eine polynomiale Näherung. So berechnen Taschenrechner intern trigonometrische und Exponentialfunktionen, und so nähert die Physik das Verhalten bei „kleinem Winkel“ oder „geringer Geschwindigkeit“ an. Die Taylor-Reihe existiert überall dort, wo die Funktion unendlich oft differenzierbar ist und das Restglied gegen null strebt.