Die implizite Differentiation bestimmt , wenn durch eine Gleichung implizit definiert ist, ohne zuvor explizit aufzulösen. Sie ist besonders nützlich, wenn das Auflösen nach schwierig oder unmöglich ist.
Vorgehen: beide Seiten der Gleichung nach ableiten und dabei als Funktion von behandeln (sodass jeder -Term über die Kettenregel ein erhält), anschließend nach auflösen.
Beispiel: für (ein Kreis):
- Beide Seiten ableiten: .
- Auflösen: .
Damit erhält man die Steigung in jedem Punkt des Kreises, ohne zu benötigen.
Die implizite Differentiation ist das Standardwerkzeug für:
- Tangenten an Kurven, die keine Funktionsgraphen sind.
- Probleme mit verwandten Änderungsraten (Wasser füllt einen Kegel, eine Leiter rutscht an einer Wand herab).
- die Ableitung von Umkehrfunktionen (die Herleitung von verwendet sie).
- das Lösen von Differentialgleichungen und Kurven konstanter Eigenschaft (Niveaulinien).