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Hypothesentest

Der Hypothesentest entscheidet anhand von Stichprobendaten zwischen zwei konkurrierenden Aussagen über eine Population. Wir berechnen eine Teststatistik und verwerfen die Nullhypothese, wenn der p-Wert klein ist.

Der Hypothesentest ist ein Rahmen, um mit Stichprobendaten zwischen zwei konkurrierenden Aussagen über eine Population zu entscheiden:

  • Nullhypothese H0H_0: die voreingestellte / „nichts Interessantes“-Aussage (z. B. die Münze ist fair, das Medikament hat keine Wirkung).
  • Alternativhypothese HaH_a: was wir vermuten / zeigen möchten.

Vorgehen:

  1. H0H_0 und HaH_a formulieren.
  2. Ein Signifikanzniveau α\alpha wählen (üblicherweise 0,05) — die Wahrscheinlichkeit einer fälschlichen Ablehnung (Fehler 1. Art).
  3. Eine Teststatistik aus den Daten berechnen (z-Wert, t-Statistik, Chi-Quadrat, F-Verhältnis).
  4. Den p-Wert berechnen — die Wahrscheinlichkeit unter H0H_0, mindestens so extreme Daten zu beobachten.
  5. Entscheiden: falls p<αp < \alpha, H0H_0 verwerfen; andernfalls nicht verwerfen.

Zwei Fehlerarten:

  • Fehler 1. Art: eine wahre H0H_0 verwerfen (Wahrscheinlichkeit α\alpha).
  • Fehler 2. Art: eine falsche H0H_0 nicht verwerfen (Wahrscheinlichkeit β\beta); 1β1 - \beta ist die Teststärke (Power).

Häufige Verwechslung: „nicht verwerfen“ ≠ „H0H_0 annehmen“. Fehlende Evidenz ist keine Evidenz für Abwesenheit — kleine Stichprobenumfänge können echte Effekte verbergen.

Dieser Rahmen liegt klinischen Studien, A/B-Tests, der Qualitätskontrolle und den meisten veröffentlichten Aussagen über „statistische Signifikanz“ zugrunde.